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Jiyu in chains oder Wo ist der Haken?

Heute möchte ich etwas über Ketten schreiben und zwar sowohl die sichtbaren als auch die unsichtbaren. Seit knapp zwei Jahren trage ich nachts eine Manschette und eine Kette. Ich habe mich an die Kühle der Kette gewöhnt, an das Gewicht der Manschette und auch daran, dass meine Mobilität eingeschränkt ist. Trage ich b eides nicht (entweder weil mein Herr das so beschließt oder weil ich gesundheitlich nicht in der Lage dazu bin), fehlt es mir sehr und ich fühle mich unvollständig. Vor ein paar Wochen hatten wir allerdings ein ganz anderes Problem: es stand ein Urlaub an. Wie also sollte das mit der Kette gelöst werden? Da wir nur eine Ferienwohnung hatten, kann nächtliches Kettenklirren ja durchaus zu Fragen führen. Also hat mein Herr beschlossen, dass ich nur die Manschette tragen solle und wir die Kette zuhause lassen. So weit, so gut. Und so verbrachte ich die Nächte mit der Manschette am Bein, aber ansonsten in totaler Bewegungsfreiheit. Schon nach der ersten Nacht vermisste ich alle

Es ist vollbracht

Nach knapp fünf Jahren (es haben tatsächlich nur 4 Tage gefehlt) Mitgliedschaft in einem Forum, dessen Name nicht genannt werden darf, war die ganze Angelegenheit heute innerhalb weniger Stunden beendet. Eine Petze (m/w/d), die nicht den Arsch resp. die Eier hatte, seinen wahren Namen zu nennen, riss Zitate aus meinem blog und dem meines Herrn aus dem Zusammenhang und postete sie in diesem Forum, dessen Name nicht genannt werden darf. Daraufhin war der Betreiber bass erstaunt und bat in Zukunft um vorsorgliche Meldung, da er erst gestern Kenntnis unserer blogs erhalten habe. Meldung von was eigentlich? Dass es User gab, die es gewagt haben, einen privaten blog zu betreiben? Denn das war bestimmt der Hälfte der aktiven User bekannt, wir haben das schließlich nicht verheimlicht. Sogar die sub eines Mitgliedes des Moderatorenteams war im Bilde darüber. Da wurde wohl vergessen, eine Mitteilung zu machen… 😏 Ich mache mir keine Illusionen darüber, dass mein Herr und ich längst auf der Absch

Wieso, weshalb, warum

  Ich werde oft gefragt, warum ich mich hier im Forum (*) nicht mehr beteilige und nicht wenigstens ab und an was schreibe zu gewissen Themen. Es gibt dafür fast so viele Gründe wie Sandkörner am Strand… Z.B. Stress im Job. Macht sich immer gut als Begründung. Bei mir stimmt es sogar, denn teilweise 30 Überstunden/Monat lassen einen Abends halbtot ins Bett fallen. Ist zwar jahreszeitbedingt, es hängt einem trotzdem nach. Oder man hat keine Lust auf Stress im Forum. Allein in den letzten Wochen hätte ich mich zu zig Themen äußern können. Diese Beiträge wären jedoch bestimmt nicht schwarmkonform gewesen. Bei vielem bin ich einfach anderer Meinung und/oder ich habe abweichende Erfahrungen gemacht. Um da anbahnenden Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen, lasse ich es lieber sein und setze mich auf meine Finger. Mein Herr und ich unterhalten uns oft über die Themen hier im Forum. Äußere ich dann die Absicht, etwas zu schreiben, verweist er mich gerne auf gewisse Totschlagargumente von U

Auf der Suche nach Utopia

Ab und zu lese ich in den Kontaktanzeigen in diversen BDSM-Portalen. Im Prinzip sind die - bis auf ein paar wenige Ausnahmen - nicht anders als in Vanilla-Dating-Apps, nur halt mit dem zusätzlichen Schuss BDSM. Zusätzlich zu empathisch, humorvoll und tageslichttauglich kommt oft noch der Wunsch nach Konsequenz auf. Der gesuchte Dom darf und soll also eine gute Portion konsequentes Verhalten mitbringen.  Was aber bedeutet Konsequenz in diesem Zusammenhang denn wirklich? Spätestens, wenn der Dom konsequent ist und und der sub das nicht passt, ist Konsequenz out. Denn konsequentes Einfordern von Machtgefälle, dem Einhalten von Regeln usw. widerspricht ja dem Gleichheitsgedanken, den sub dann gerne hervorholt um ihrerseits Augenhöhe einzufordern. Schließlich bestimmt die sub ja den Rahmen und das „Spielgeschehen“, nicht wahr? Dass sich der eine oder andere Dom dann verarscht fühlt, ist aus meiner Sicht durchaus nachvollziehbar. Und die andere Seite? Der Dom, der seine Konsequenz in seiner

Tutorial: Wie beende ich eine BDSM-Beziehung? Eine Anleitung in 11 Schritten

 Hallo 😊 Willkommen zurück auf meinem Channel 💖 Heute möchte ich euch erklären, wie man innerhalb von 15 Stunden - quasi über Nacht - seine Beziehung gegen die Wand fahren kann. Als erstes brauchen wir ein paar Sachen. Ich hab schon mal was vorbereitet: - eine Beziehung, vorzugsweise eine BDSM-Beziehung; eine andere geht zwar auch, aber da ist eure peer-group größer, die ihr befragen könnt - ein sogenanntes BDSM-Forum mit Niveau - mehrere User, die entweder selber schlechte Erfahrungen gemacht haben und somit nicht neutral sind und/oder die einfach nicht über ihren Tellerrand sehen können - eine sub, die eine einfache Frage stellt - jetzt brauchen wir nur noch den Herrn dieser sub, der von all dem keine Ahnung hat und schon kann es losgehen   Step 1:   sub kommt neu in das Forum, ist leicht verunsichert und stellt eine Frage   Step 2:   die ersten Antworten kommen, sind noch einigermaßen neutral, doch dann...   Step 3: die neue sub wird noch mehr verunsichert, die anderen haben doch

Vom Sinn und Unsinn herrschaftlicher Entscheidungen

Eine interessante Frage, die aufgeworfen wurde in einem Forum. Darf/soll sich ein Herr in Dinge einmischen und Entscheidungen treffen, die ihn nicht tangieren? Dazu sollten erstmal die Voraussetzungen beleuchtet werden. Im Beispiel handelt es sich um Gläser, die angeschafft werden sollen. Hier geht es aus meiner Sicht um mehr als um die Dinge des täglichen Bedarfs. Und auch, wenn der Herr diese Gläser nicht nutzen wird und sie allein zum Amusement der sub gekauft werden sollen, sehe ich hier tatsächlich ein Entscheidungsrecht des Herrn. In einer D/s-Konstellation mit ausgeprägtem Machtgefälle hat die sub alle Entscheidungen ihrem Herrn übertragen und das sollte nicht bei der erstbesten Gelegenheit - wenn die Entscheidung der sub nicht gefällt - widerrufen oder auch nur in Frage gestellt werden. Nehmen wir den Fall an, dass die Finanzen generell vom Herrn geregelt werdenund die sub ein Taschengeld zur freien Verfügung erhält. Dann ist es aus meiner Sicht für sie möglich, sich Dinge zu k

Devotion - bis zu diesem Punkt und nicht weiter?

Heute las ich von einer mir persönlich bekannten sub. Sie hadert mit dem Machtgefälle in ihrer Beziehung und stellt es auch - zwischen den Zeilen - ein wenig in Frage. Aus diversen Gründen kann und will ich ihr nicht direkt antworten. Nur so viel: ich habe sowohl sie als auch ihren Herrn live erlebt und die beiden haben eine sehr tiefe Beziehung zueinander.  Nun aber zum Thema wie weit man die eigene Devotion, die Unterwerfung und das etablierte Machtgefälle akzeptiert oder akzeptieren kann. In vielen kleinen Dingen des Lebens fällt es einem sicher sehr leicht, v.a. wenn die Wünsche des Herrn sich mit den Wünschen der sub decken. Schwieriger wird es, wenn die sub einen Wunsch äußert und der Herr nicht darauf eingeht. Sei es, weil er den Wunsch generell ablehnt (z.B. eine sexuelle Praktik, die auf der Tabuliste des Herrn steht) oder weil er ihn für nicht notwendig ansieht. Das kann im ersten Moment - und vielleicht sogar noch länger - sehr wehtun und evtl. beginnt man sogar, sich selber