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Interview mit (m)einem Herrn Wabisukisha

Das nachfolgende Interview wurde am 05.03.21 geführt.   Teilnehmer: Wabisukisha und Jiyu (Rainha)   Danke Mylord, dass ich Euch zu verschiedenen Themen interviewen durfte. 💙 _________________________________ Rainha: Danke, dass Ihr bereit seid, das Interview mit mir zu führen. Wabisukisha: Ich danke dir. Es ist wunderbar, ich freue mich darauf. Rainha: Bitte stellt Euch als erstes kurz vor. Wabisukisha: Was soll ich sagen? 49 Jahre alt, graue Haare, bisschen schräg und durchgeknallt. Körperlich eher rund als schräg, aber geistig schräg und durchgeknallt. Rainha: Wir in unserer Beziehung leben schon ein gewisses TPE. Wie würdet Ihr das denn am ehesten beschreiben? Wabisukisha: Schwierig. Bis vor kurzem hätte ich noch gesagt, wir sind auf dem Weg zu einem TPE und leben es auch teilweise schon. Mittlerweile würde ich das nicht mehr sagen, weil ich den begriff TPE  zu abgenutzt finde. Es wird halt mittlerweile von zu vielen gebraucht. TPE bedeutet die Abgabe von allen ...

Save me oder Wer trägt eigentlich die Verantwortung?

Über diesen Blogeintrag habe ich über eine Woche nachgedacht. Letztendlicher Auslöser war die Aussage einer Domme, dass ihre Sub es lernen müsse, das safeword zu sagen. Safeword? Kenn ich nicht, haben wir nicht, kriegen wir auch nicht wieder rein. Ok… Spaß beiseite... Warum besteht ein dominanter Part darauf, dass seine Sub in der Lage sein muss, das safeword zu sagen, und das immer und überall? Wälzt er damit nicht einen Teil seiner Verantwortung auf den submissiven Teil? Frei nach dem Motto: Solange sie nix sagt, ist alles gut? Alternativ sagen auch viele Paare, dass die den Ampelcode nutzen. Für den Anfang, wenn man sich nicht kennt, bestimmt eine Lösung um sich langsam heranzutasten. Aber sowohl safeword als auch Ampelcode haben für mich einen gravierenden Nachteil: Die Sub kann sich nicht fallenlassen, denn zumindest ein Teil ihrer Sinne muss sich noch darauf konzentrieren, ob alles in Ordnung ist, es langsam gelb wird oder orange oder doch schon rot? Das hemmt das Abtauchen und b...

Thanks for choosing BDSM-Airlines

Für diesen Blogeintrag muss ich etwas ausholen: Anfang der Woche eskalierte ein Streit mit meinem Pubertier ziemlich heftig und ich war für den Rest der Woche entsprechend stinkig auf die junge Dame. Am Mittwoch Abend habe ich mich bei meinem Herrn ausgekotzt und er versprach, korrigierend einzugreifen. Denn, however, das Pubertier hört ihm nicht nur zu sondern fast immer sogar auf ihn. Samstag Abend sprach meine Tochter das Problem von sich aus an und die zwei haben es geklärt. Trotzdem hatte ich noch immer das Gefühl, dass ich bei der Lösung definitiv den Kürzeren gezogen hatte und war - *grübel* enttäuscht? Ich kann es nicht wirklich beschreiben, es war so ein Gefühl von „auf der gesamten Linie verloren“. Entsprechend unruhig bin ich danach auf der Couch herumgerutscht, der Druck in mir hatte sich nicht abgebaut durch das Gespräch und ich wurde immer ruheloser und einsilbiger. Mein Herr sah sich das ein paar Minuten an, schaltete den Fernseher aus und schickte mich ins Schlafzimmer ...

Das Halsband der Königin

Na, wieviele von euch haben bei der Überschrift an Marie-Antoinette gedacht und daran, dass die Gute ihren Kopf verloren hat? Dabei geht es in meinem Blog heute nicht um nicht mehr vorhandene Köpfe, sondern darum, den Hals zu schmücken, auf dem dieser Kopf sitzt :-) Das Halsband also bzw. der Halsreif: besitzanzeigender Gegenstand, der eine sub schon ein wenig stolz machen kann. Manchmal auch ein wenig mehr *Augenzuhalt*. Als mein Herr ganz beiläufig nach vielen Monaten des Beisammenseins ankündigte, dass es aus seiner Sicht langsam an der Zeit wäre, dass ich einen Halsreif bekommen könne, war mein erster Gedanke, dass ich noch garnicht so weit bin. Dabei hatten wir schon längst den Weg eingeschlagen, den ich mir noch ein Jahr davor maximal in meinem Kopfkino hätte vorstellen können. Natürlich kannte ich Halsbänder aus Sessions, meist dicke aus Leder, die Beginn und Ende einer Session signalisiert haben. Halsbänder, die ich persönlich als unbequem empfand und die für mich keinerlei Ass...

Devotion - gibt es ein too much?

Ich denke schon seit geraumer Zeit darüber nach, ob es ein too much an Devotion gibt. In der Beziehung mit meinem Herrn hat er die Verfügungsgewalt über mich und meinen Körper. Wie weit kann (oder darf?) so etwas gehen? Theoretisch könnte er alles verlangen, was damit zusammenhängt: Kontrolle meiner Orgasmen, Kontrolle meiner Sexualpartner, Vorführen, zur Verfügung stellen… bis hin zur Prostitution oder einer Schwangerschaft. Ob mir das gefallen würde? Nur bedingt - da bin ich ehrlich. Kopfkino schön und gut, z.B. was Fremdbenutzung angeht oder Demütigung, indem ich mit anderen Männern schlafen muss. Die Vorstellung in meinem Alter nochmal schwanger zu werden, schreckt allerdings mehr als nur ein wenig ab. Würde mein Herr es beschließen, würde ich Einspruch einlegen und dann hoffen, dass er meine Argumente berücksichtigt. Aber könnte ich etwas daran ändern, wenn seine Entscheidung feststünde? Nein - außer die Beziehung zu beenden, eine Beziehung, die ich sehenden Auges und nach Abwägen...

ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie…

Viel wird gesprochen und geschrieben über die Anrede des dominanten Parts in einer Beziehung. Ob man ihn duzen darf oder siezen soll, ob Ihrzen und/oder Euchzen erwünscht ist oder ob es dem Dominanten schlicht egal ist. Ich habe mich vor einiger Zeit schon mal darüber ausgelassen, warum ich meinen Herrn Ihrze bzw. Euchze und dass ich das auch durchgehend in der Öffentlichkeit mache. Aber wie sieht es denn umgekehrt aus? Wie spricht mein Herr mich als seine Serva an? Und sind die anderen Personalpronomen vielleicht auch BDSM-kompatibel oder eher nicht? Ich: japp, ich bin ich. Libertatem, Rainha, Jiyu - not necessarily in that order. Aber grundsätzlich sage und schreibe ich Sätze, die das Wörtchen „ich“ enthalten. Daran hat sich auch nichts geändert, seit wir immer tiefer eintauchen, bis auf ein paar kleine Ausnahmen. Aber dazu später… Du: geht bei uns nur in einer Richtung, in die andere ist es absolut Tabu. Rutscht es mir gegenüber meinem Herrn doch mal raus, weil Hektik und Kind und E...

Anrede, Wünsche äußern und anderes

Meine Gedanken zur Anrede des Herrn und der dadurch entstehenden Distanz - oder deren Nichtentstehen, habe ich mich bereits hier geäußert. Auch, was es für mich bedeutet, von mir selbst in der dritten Person zu sprechen. Das war damals noch eher graue Theorie, doch inzwischen kommt es immer häufiger vor, dass mich mein Herr mit „sie“ anredet. Also sie kleingeschrieben. Ganz selten auch mal „es“, wobei mir ersteres ehrlicherweise besser gefällt *rotwerd*. Wie nun äußere ich meine Wünsche, für den Fall, dass Mylord sie mir nicht sowieso schon erfüllt hat? Denn oft hat er mich mehr im Blick, als ich es für möglich halte. Aber mal gesetzt den Fall, wir gehen gemeinsam shoppen und ich hätte gerne eine Pause in einem Café. Möglichkeit 1: Ich steuere zielstrebig das nächste Café an und gehe davon aus, dass Mylord mir folgt. *grübel* - fühlt sich falsch an. Also nein. Möglichkeit 2: Ich stupse Mylord an und frage ihn, ob er gerne einen Kaffee hätte. *grübel* - nö, genauso falsch, denn so mach...